
Dieses Damwildkälbchen ist im Juni an einer vom Muttertier ausgesuchten und geschützten Stelle im Damwildgehege zur Welt gekommen. Das Kalb hält sich in der folgenden Zeit gut versteckt, während das Muttertier alleine äst. Aus der Ferne beobachtet das Muttertier das Kleine und die Umgebung und prüft laufend, ob eine Gefahr droht. Regelmäßig erhält das Kalb Besuch vom Muttertier, im Schnitt alle vier Stunden, und wird gesäugt und gesäubert. Dabei wird auch gelegentlich ein neuer Unterschlupf gesucht. Zuerst noch wackelig auf den Beinen, ist das Kalb nach wenigen Tagen sicher unterwegs und folgt seiner Mutter schon bald im Rudel. Dort genießt es den Schutz der Gruppe und entwickelt früh wichtige soziale Fähig-keiten für sein späteres Leben im Rudel. Die Hauptsäugezeit dauert bis September/Oktober. Bemerkenswert: Die Hirschkälber werden länger gesäugt.

Die Renaturierung der Kollau ist an mehreren Stellen in den letzten Jahren gut vorangekommen. Sie fließt bald dauerhaft auf kleinen Umwegen durch das Niendorfer Gehege. Auf dem Foto sieht man gut, wie die Kollau dazu gezielt umgeleitet und in eine andere Richtung geführt wird – in diesem Bachabschnitt hin zu einem der drei Aufweitungsbereiche. Durch Bodenabtrag und Uferabflachungen werden dort naturnahe, tiefliegende Auen geschaffen, die schon ab leicht erhöhten Wasserständen überflutet werden und dann in das höher liegende Grünland über-gehen. Das Entstehen dieser neuen Sekundärauenlandschaft lässt sich entlang des Kollauwanderwegs zwischen der Straße „Am Ree“ und dem Röthmoorgraben gut beobachten.
